Heilpflanze

Heilpflanze Oktober 2018 – Walnussbaum

Walnussbaum – ein Multitalent in Punkto Gesundheit

Früher hatten wir einen Walnussbaum im Hinterhof und ich erinnere mich gerne an das Klacken, wenn die Nüsse zu dieser Jahreszeit auf das Pflaster fielen.

Der laubabwerfende Baum ist ursprünglich in Mittelasien beheimatet und kam über den Mittelmeerraum schließlich nach Mitteleuropa. Er kann eine stattliche Höhe von bis zu 25 Meter erreichen und  wird oft an Sitzplätzen gepflanzt, weil der Geruch des ätherischen Öls in Blättern und Fruchtschalen Insekten und Ungeziefer vertreibt. Außerdem bietet sein Blätterdach Schutz vor Regen und Sonne.

Als Heilpflanze hatte die Walnuss bereits zu Zeiten der Römer große Bedeutung, sah man in ihr doch ein Prophylaxe-Mittel gegen die Pest. In der Volksheilkunde der damaligen Zeit wurde sie als blutflussstoppend und entzündungshemmend erachtet.

Heute weiß man, dass der Walnussbaum die reinste Apotheke ist. Verwendet werden nahezu alle Teile; Nüsse (auch die unreifen), Blätter, Nussschalen, ja sogar die sogenannten Kämben (Trennwände der Schalen) finden Verwendung zu Heilzwecken.

 

An erster Stelle steht wohl die Verwendung der Nüsse in der Küche.
Hier liefert uns die Walnuss wertvolle Vitamine und Spurenelemente.
Im Vergleich zu anderen Nüssen ist sie besonders reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Das Verhältnis zwischen Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren ist optimal und so schützt sie uns vor Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie senkt den Cholesterinspiegel, hier vor allem den schlechten LDL-Wert, wirkt blutdrucksenkend und entzündungshemmend. Davon abgesehen bietet sie noch viele andere wichtige Inhaltsstoffe, wie z.B. Eisen, Kalzium, Magnesium, Zink, Kalium und Pantothensäure, besser bekannt als Vitamin B5, welches maßgeblich an Entgiftungsmechanismen im Körper beteiligt ist und Allergien vorbeugt.
Auch wenn die Walnuss durch ihren hohen Fettgehalt sehr kalorienreich ist, sollte sie ihren festen Platz in ihrer Ernährung haben.

Hier ein leckeres schnelles Rezept für die Herbst/Winterzeit, probieren Sie es aus.

Feldsalat mit Apfelwalnussdressing

200g Feldsalat, gewaschen
150 ml Walnussöl
150 ml Apfelsaft
40 ml Apfelessig
40 g Walnüsse
1TL Salz
1TL Zucker
1 roter Apfel, mit Schale in kleine Würfel geschnitten

Alle Zutaten, ausser Feldsalat und Apfel im Mixer zu einer homogenen Masse zerkleinern.
Die Äpfel auf dem Feldsalat verteilen und das Dressing drüber, fertig!

Der nussige Geschmack vom Feldsalat passt besonders gut zum Apfelwalnussdressing, sie können aber auch jeden anderen Salat verwenden.
Ich mach` immer gleich doppelte Menge, hält sich ca. 1 Woche im Kühlschrank!

 

 

Zu Heilzwecken verwendet man in erster Linie die Blätter, welche im Juni geerntet werden und man als Teeaufguss sowohl äußerlich als auch innerlich nutzt. Die enthaltenen Gerbstoffe haben eine stark zusammenziehende Wirkung und helfen gut bei Hauterkrankungen und Problemen des Verdauungssystems.
Walnussblättertee als Umschlag oder Waschung findet seinen Einsatz bei:
Akne, Schuppenflechte, Ekzemen, Fußpilz und Warzen.

Wenn man der Signaturenlehre Glauben schenkt, ähnelt die geschälte Nuss dem menschlichen Gehirn, worauf sich seine gesundheitsfördernde Wirkung auf Gehirn und Nerven zurückführen lässt. Ihre hohe Menge an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und die enthaltenen polyphenolischen Verbindungen fördern die Konzentration, vertreiben Depressionen und müde Stimmungen und verhelfen dem Geist zu mehr Klarheit und Ausdauer.

Hier noch ein kleiner Schönheitstipp aus Cleopatras Schatzkiste.
Cleopatra wusste nämlich, dass der Walnussbaum einen natürlichen Farbstoff enthält, das Juglon.Der Name leitet sich von „Juglans Regia“ ab, dem lateinischen Wort für Walnussbaum.Sie benutzte  die Blätter und Schalen des Baumes  angeblich zum Haare färben.Sie können auch ihre Möbel damit färben oder eine biologischen Tinte zum Schreiben herstellen, probieren Sie es aus.